Mit der Meldung, dass Heidi Klum sich von Seal scheiden lassen will, hat sich nun eines der letzten Vorzeige-Ehepaare aus Hollywood getrennt. Weil es – sowohl bei Stars als auch bei Otto Normalverbraucher – so oft schief geht, stellt sich die Frage: Ist die Familie eine natürliche Form des Zusammenlebens oder ist sie nur ein kulturell entstandenes Modell, das eigentlich gar nicht mehr zeitgemäß ist?
Woher kommt die Bezeichnung Familie?
Das Wort "Familie" entstammt der lateinischen Sprache und „famulus/a“ bedeutet „Diener/in“. Gemeint waren früher alle, die unter dem Dach des gemeinsamen Herren leben. Ursprünglich war es also der Besitz des Vaters, den das Wort bezeichnete. Damit war Familie früher etwas stark patriarchalisch Geprägtes. In der deutschen Sprache wurde der Begriff erst ab dem 18. Jahrhundert verwendet. Zuvor gab es die Bezeichnung „Haus“ oder „Weib und Kind“ (des Vaters). Gemeint war eine Hausgemeinschaft – also alle, die gemeinsam unter einem Dach leben, weitere Verwandte eingeschlossen.
Finanzielle Hintergründe
Eine Familie hat meist auch eine existenzielle Komponente: So war sie bereits in der Antike ein Modell, das die Sicherung des gemeinsamen Lebensunterhalts ermöglichte. Hinsichtlich der Altersversorgung spielte sie einst eine besonders wichtige Rolle. Bis heute wird uns in Werbung und Politik die Familie meist als Idealmodell vorgestellt. In der Praxis ist es aber nicht immer möglich, dass Vater, Mutter und Kind glücklich zusammenleben. Was das passende Lebensmodell für einen ist, sollte letztlich jeder für sich selbst entscheiden. Für die Kinder zählt ohnehin am meisten, dass sie in einem Umfeld voller Liebe und Zuneigung aufwachsen – ganz egal, in welcher Form des Zusammenlebens.











