Dillfisolen
Wissenswertes über Fisolen:
Dass manche Gemüsegerichte völlig zu Unrecht als langweilig gelten, hat seinen Grund keineswegs in geschmacklichen Eigenschaften. Das Wörtchen Dill beispielsweise stammt vom altnordischen Wort „dilla“ ab, was soviel wie einlullen bedeutet. Tatsächlich glaubte man jahrhundertelang, dass dieses vielleicht älteste Kräuterchen der Welt – seine Existenz wurde schon um 300 v. Chr. auf einer ägyptischen Papyrusrolle beschrieben – ein probates Schlafmittel sei. Später galt es dann. Ganz im Gegenteil, als Appetitmacher. Vor allem glaubte man jedoch auch, es halte Hexen und den bösen Blick fern. Gourmets haben übrigends seit jeher ein zwiespältiges Verhältnis zur Dille entwickelt. Einerseits schätzen sie diese in Marinaden wie etwa jener des Graved laxes, andererseits wissen sie um die starke Geschmacksdominanz der gefiederten Blätter mit dem leichten Anisaroma, die so manches Gericht um seinen Eigengeschmack bringen können. Nicht jedoch die Fisolen, die mit Dille eine nachgerade ideale Symbiose eingehen und alles andere als einschläfernd wirken.
Zutaten:
- 1 kg Fisolen, geputzt, ohne Fäden und Enden
- 20 g Butter
- 20 g Mehl, glatt
- 2 dl Rindsuppe
- ¼ l Sauerrahm
- 10 g Dillspitzen, gehackt
- Salz
- Pfeffer, schwarz aus der Mühle
- Zitronensaft oder Essig Natron
Zubereitung:
Fisolen in Rauten schneiden. In mit Natron versetztem, siedendem Salzwasser kochen, abseihen und eventuell abfrischen. Butter schmelzen, Mehl beigeben, anschwitzen, mit heißer Suppe aufgießen, glattrühren (Schneerute). Einige Minuten durchkochen, Rahm beigeben, aber nicht mehr kochen. Fisolen in die Einmach beimengen, mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft oder Essig und Dille vollenden. Nochmals aufkochen.
Tipp: Eignet sich gut als Beilage zu gekochtem Rindfleisch, Zunge, Faschiertem, Augsburger oder Leberkäse.
Quelle: Die gute Küche, Ewald Plachutta & Christoph Wagner










