Legoland Deutschland – Wir waren da!

Zwei Väter haben mit drei Kindern das Legoland Deutschland besucht. Ob sich die Reise gelohnt hat, kannst du hier nachlesen.

Man hört und liest viel über das Legoland. „Absolut empfehlenswert“, „supertoll“ bis zu „na ja, war eh ganz nett“. In einem Punkt sind sich alle einig – das Legoland ist ein teurer Spaß. Aber gut, es ist Sommer, es sind Schulferien und will man sich als Vater nicht auch einen kleinen Kindheitstraum erfüllen? Also brechen wir, zwei Väter mit insgesamt drei Kindern zwischen 6 und 9 Jahren, an einem Montag Mitte Juli mit dem Wohnmobil Richtung Legoland Günzburg auf.

Billigurlaub ist anders

Die Buchung im Vorfeld klappt problemlos. Ein Standplatz am Campingplatz für zwei Nächte und 2-Tageskarten (2. Tag ist gratis) kosten für uns alle 240 Euro. Eine Legoland-erprobte Freundin hat mir zusätzlich den „Express-Pass“ dringend empfohlen. Der „Express-Pass-Premium“ (28 Euro pro Person) erspart seinem Inhaber die Warteschlangen vor den Attraktionen, man kann die Fahrt quasi "reservieren" und die Wartezeit, die sich mit dem "Premium-Pass" um nochmals 50 % reduziert, mit anderen Stationen verbringen.

Übernachten im Legoland

Der Campingplatz ist voll, aber nicht überfüllt. Die Anlage, auf der sich auch das Feriendorf Burgen, die Campingfässer und Themenhäuser befinden, ist modern, die Mitarbeiter sind freundlich und zuvorkommend, auf Sauberkeit wird großen Wert gelegt und die Kinder werden bei Laune gehalten. Eine Besonderheit im Feriendorf ist der kleine Teich (als „Regenrückhaltebecken“ aber nur bedingt zum Baden geeignet) und der große Spielplatz. Es gibt sogar einen (kostenpflichtigen) Hochseilgarten und mehr. Der Ankunftsnachmittag ist entspannt, die Kinder genießen den Spielplatz und bestaunen die Legofiguren.

Essen im Legoland-Feriendorf

Es gibt keinen klassischen Campingplatz-Shop, aber einen Gastgarten, der bis 17 Uhr warme Snacks anbietet. Für das Abendessen steht das Dschungel-Buffet (24,-/Erwachsener ohne Getränke) und das Steakhouse (Achtung: Nur mit Vorbestellung) zur Verfügung. Wir entscheiden uns dann doch für die günstigere Alternative und essen bei einem Burgerwagen, der ausgezeichnete frische Burger zu einem vernünftigen Preis bietet. In der Früh gibt’s Brötchenservice.

Jetzt geht's los: das Legoland Deutschland

Das Legoland in Günzburg ist definitiv cool. Die Anlage ist sehr groß, optisch ansprechend, kreativ gemacht und setzt vor allem auf Fahrgeschäfte, die innovativ und unterhaltsam sind.

Unsere persönlichen Highlights im Legoland waren:

  • 4D-Kino: 3D war gestern, durch Elemente einer vierten Dimension wie Nebel, Wind und Wasser wird der Kinobesuch zu einem echten Erlebnis
  • Dschungel X-pedition: Entdeckertour mit 12 m hoher Wasserrutsche als Höhepunkt
  • Käpt'n Nicks Piratenschlacht: Bootstour mit wilden Seeräubern und Wasserspritzen-Duellen mit anderen Schiffen
  • Tempel X-pedition: Interaktive Schatzjagd durch das "Reich der Pharaonen" - mit Infrarotpistolen!

Das Legoland ist ein Wunderland für Kinder und Junggebliebene. Beeindruckende Miniatur-Nachbildungen aus Legosteinen im Miniland, alles bestens in Schuss. Man merkt, dass sich die MitarbeiterInnen Mühe geben.

Ja, es ist eine riesengroße Verkaufsveranstaltung und darauf muss man sich ein Stück weit einlassen. Und ja, es ist von Vorteil, wenn man die große Geldtasche mithat. Wer einen günstigen Familienurlaub sucht, ist im Legoland nicht gut aufgehoben.

Meine 7 Tipps für einen entspannten Legoland-Aufenthalt

  • Wir empfanden zwei Tage für einen Besuch als perfekte Dauer für den Legolandbesuch, zumal die zweite Tageskarte bei unserem Package kostenlos war. Ein ganzer Tag mit Expresskarte und am zweiten Tag ein verkürzter Besuch mit "Best of"-Programm und Shopbesuch.
  • An jeder Ecke "lauern" Rummelbuden (Dosen werfen, Frösche angeln, Lose kaufen & Co). Des Familienfriedens und Reisebudgets willen, sind klare Regeln und Vereinbarungen mit den Kindern aus meiner Sicht unerlässlich. Unser Deal vorab lautete: „Eingekauft wird zum Schluss“. Geraunze und Gebettle bei diversen Shops am Gelände wurde wegen Sinnlosigkeit schnell eingestellt und erst zum Schluss gab es wie besprochen einen Shopbesuch.
  • Was man unbedingt mitnehmen sollte: Sonnenschutz und Kopfbedeckung im Sommer ein Muss! Das Miniland z.B. ist völlig unbeschattet. Es gibt zwar genug Möglichkeiten Getränke zu kaufen, aber meist nur Softdrinks oder Eisshakes. Eine Flasche Wasser im Rucksack ist von Vorteil. Auch ein Mückenschutzmittel ist empfehlenswert - wir hatten Mitte Juli eine wahre Gelsenplage.
  • Die Expresskarte war eine gute Idee, würden wir wieder nehmen. Das lange Anstehen zehrt an den Nerven und kostet einfach zu viel Zeit. Es gibt drei verschiedene Expresskarten-Angebote.
  • Bei vielen Fahrgeschäften kann/muss man den Rucksack bzw. die Tasche abgeben. Diese Aufbewahrung ist nicht bewacht. Es ist empfehlenswert, Wertsachen wie Geld, Handy, Schlüssel & Co separat in einer kleinen Umhänge- oder Bauchtasche zu transportieren, damit man sie mitnehmen kann.
  • Bei manchen Attraktionen wird man nass bis auf die Haut. Man MUSS Shirt, Hose und Schuhe tragen, sonst darf man nicht mitfahren. Meine Tochter (9) trug z.B. Badeanzug, kurze Hose und Crocs – eine aus meiner Sicht ideale Kombi für das Legoland. Wasserfester Rucksack ist ebenso von Vorteil, zumindest sollten Wertgegenstände in Plastiksackerl geschützt werden. Je nach Wetter ist auch trockene Wechselkleidung für die Kinder schlau. Außerdem kann es gut sein, dass man sich nach der Piratenschlacht plötzlich im (klimatisierten) 4D-Kino wiederfindet, in dem es auch gerne mal schneit.
  • Schreiben Sie kleineren Kindern Ihre Handynummer auf den Arm. Treffen Sie klare Vereinbarungen, wenn jemand einmal verloren gehen sollte.

Mein Fazit nach zwei Tagen im Legoland Deutschland

War es schön? Ja!
Würde ich es empfehlen? Ja!
Würde ich wieder fahren? Nein!

 


Autor: Andreas E., Vater von zwei Kindern, hat das Legoland Günzburg im Juli 2016 besucht.
Fotos: LEGOLAND Deutschland Resort & privat