Messer, Gabel, Schere, Licht...

...sind für kleine Kinder nicht! Nur einmal kurz nicht aufgepasst und schon ist es passiert – die meisten Unfälle ereignen sich in den eigenen vier Wänden. Vor allem die Kleinsten im Krabbelalter schnappen sich gerne alles was nicht niet- und nagelfest ist und haben noch keinerlei Gespür für mögliche Gefahren.

Um gefährliche Situationen im Haushalt zu erkennen, ist es für Eltern von Kleinkindern hilfreich, die Wohnung einmal aus der Kinderperspektive zu betrachten: Wo komme ich ran? Welche Ecken sehen interessant aus? Wo kann ich mir den Kopf stoßen? Einige „Fallen“ lassen sich vom Boden aus viel schneller entdecken.

Mit ein paar Handgriffen lässt sich die Wohnung schnell kindersicher machen:

  • Kindersicherungen in Steckdosen, ein Fehlerstrom-Schutzschalter im Sicherungskasten und offen liegende Kabel zusammengefasst im Kabelkanal verhindern Stromunfälle ohne großen Aufwand.

  • Auch ein Rauchmelder ist schnell montiert und kann im Notfall Leben retten.

  • Schutzgitter am Herd bewahren kleine Kinderhände vor Verbrennungen, Treppengitter versperren den Kindern den Weg, solange sie noch nicht sicher Stiegen steigen können.

  • Reinigungsmittel und Medikamente müssen für Kinder unerreichbar oder noch besser weggesperrt aufbewahrt werden. Nicht zu vergessen ist auch, dass manche Zimmerpflanzen, wie zum Beispiel die schön blühende Amaryllis, giftig sind.

  • Achte darauf, dass keine Kordeln oder Schnüre von Jalousien und Vorhängen in Reichweite des Kindes sind. Auch dürfen keine Plastiksäcke in der Wohnung herumliegen, die für Kinder schnell sehr gefährlich werden können.

  • Überprüfe deine Wohnung auf „Klettermöbel“. Alle Möbelstücke, an denen sich Kinder hochziehen können sollten kippsicher stehen. Regale und Schränke können zum Beispiel an der Wand festgeschraubt werden. Kletterhilfen vor dem Fenster solltest du lieber umstellen.


Mit Sicherheit können nie alle Gefahrenquellen im Vorfeld ausgeschaltet werden. Wichtig ist, dass gerade kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt sind. Was und warum etwas gefährlich ist, soll man dem Kind schon früh in Gesprächen klar machen. Je nach Alter und Geschicklichkeit kannst du mit deinem Kind gefährliche Tätigkeiten wie Schneiden mit dem Messer oder der Schere gemeinsam probieren und immer wieder üben. So lernen die Kinder einen verantwortungsvollen Umgang mit den kleinen und großen Gefahren, die uns im Leben begegnen.