Wiesenblumen im Frühling

Am Sonntag ist Muttertag! Allseits beliebt an diesem Tag: Kinder pflücken auf den Wiesen noch schnell einen schönen Blumenstrauß für die Mama. Doch was blüht da eigentlich jetzt auf unseren Wiesen und Feldern?

Wir werfen einen Blick darauf, welche Blumen für einen Muttertags-Blumenstrauß ohne Bedenken gepflückt werden können:

Acker-Senf

Der Acker-Senf ist vor allem an Feld-, Weg- und Straßenrändern zu sehen. Obwohl die Pflanze oft als lästiges Unkraut gilt, sind die Samen ähnlich wie echte Senfsamen als Gewürz zu nutzen und die leuchtend gelben Blüten sehen in einem Wildblumenstrauß natürlich besonders schön aus.

Gänseblümchen

Die kleinen weiß-gelben Blütenkörbchen wachsen auf fast jeder Grünfläche. Das Gänseblümchen ist nicht nur im kleinen Wiesenblumenstrauß schön anzusehen, sondern schmeckt vor allem auch auf einem Butterbrot oder im Salat ganz hervorragend. Mit den kleinen Blüten kann man das Muttertagsfrühstück ganz besonders schön dekorieren.

Gamander-Ehrenpreis

Ganz klein und unscheinbar schimmern die blauen Blüten des Gamander-Ehrenpreis-Blümchens durch die Grashalme. Die Pflanze ist vielen wohl besser bekannt unter dem Namen Männertreu, Augentrost oder Wildes Vergissmeinnicht. Im Volksmund wurde er auch Gewitterblümchen genannt, da man glaubte, dass das Abpflücken der Pflanze Regen oder Gewitter heraufbeschwört und das Blümchen vor allem in gewitterreichen Jahren vermehrt blüht.

Geißfuß

Aus der Kräuterküche ist der weiß blühende Geißfuß besser unter dem Namen Giersch bekannt. Mit seinen 30 bis 100 Zentimetern überragt er die meisten anderen Wiesenblumen. Seine feinen weißen Blüten werden jedoch gerne nach dem Vorbild der Floristen wie Schleierkraut im Blumenstrauß von der Wiese verwendet.

Hahnenfuß

Die kleinen Hahnenfuß-Blüten leuchten gelb auf nährstoffreichen Feuchtwiesen und schließen sich bei Dunkelheit. Noch auf 2.400 Höhenmetern ist diese Blume zu finden. Achtung: Frisch ist der Scharfe Hahnenfuß giftig und darf nicht gegessen werden! Auch den Weidentieren schmeckt er dann nicht, nur getrocknet im Heu ist der Hahnenfuß für sie genießbar.

Kriechender Günsel

Dort wo der kriechende Günsel wächst, ist der Boden nährstoffreich. In den Alpen kann er sogar noch auf 2000 Höhenmetern wachsen. Die Wiesenblume hat viele kleine blaue Blüten, die an einem vierkantigen flaumigen Stängel sitzen.

Margeriten

Das Spiel „Er/Sie liebt mich, er/sie liebt mich nicht“ hat wohl jeder schon einmal mit einer Margerite gespielt und dabei die weißen Blütenblätter abgezupft. Die Margerite ist eine sehr beliebte Blume im Wiesenstrauß und sieht aus wie die große Schwester des Gänseblümchens.

Rote Lichtnelke

Hübsche rosa Blüten, die leider nicht duften, zieren die Stängel der roten Lichtnelke. In der Volksmedizin wurden die zerstoßenen Samen zur Behandlung von Schlangenbissen verwendet und die Wurzeln früher wie Seife benutzt.

Wiesen-Glockenblume

Die blau-violetten Blütenkronen der Wiesen-Glockenblume sind jetzt auf der Wiese besonders hübsch anzusehen. Dichter und Märchenerzähler ließen sich von der zarten Blume schon zu vielen schönen Versen und Beschreibungen von Feen und Elfen inspirieren.

Wiesenklee

In lichten Wäldern, auf Feldern und Fettwiesen gefällt es dem rosarot blühenden Wiesenklee am besten. Auf den kugeligen Blüten tummeln sich viele Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten, weil der Nektar in den ährigen Blütenständen schön süß schmeckt.

Wiesenschaumkraut

Auf Feuchtwiesen findet man die zarten Blüten des Wiesenschaumkrauts in feinen Farbnuancen von Weiß bis Rosa und Lila. Durch die enthaltenen Senföle kommt das Wiesenschaumkraut auch in der Kräuterküche vor, die jungen Blätter werden zum Beispiel zum Würzen von Salat verwendet.

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