Sicherheitstipps vor einer Reise

Viele Urlauber sorgen sich vor Antritt einer Reise vor allem um die Sicherung ihres Wohnraums; denn ein Einbruch in die eignen vier Wände bedeutet für alle Menschen einen großen Schock. Dabei machen den Betroffenen die Verletzung der Privatsphäre und das verloren gegangene Sicherheitsgefühl häufig mehr zu schaffen als der rein materielle Schaden.

Einfache Vorkehrung, große Wirkung

Viele Wohnungsbesitzer wissen nicht, dass sie sich durch einfache Vorkehrungen schützen können. Manche davon gibt’s zum Nulltarif.
Einen hundertprozentigen Schutz gegen Einbrüche gibt es nicht, doch es gibt sehr gute Methoden und Techniken, die es den Einbrechern schwerer machen. Bei Neu- oder Umbauten empfiehlt sich der Einbau von einbruchshemmenden Türen und Fenstern; aber auch ältere lassen sich nachrüsten. Der Einbau von hochwertigen Schlössern, Beschlägen und Zusatzsicherungen können einen sinnvollen Einbruchsschutz bieten.
Beim Einbruch in Wohnungen zielen die Täter zumeist auf die Eingangstüre ab; hingegen sind bei Einfamilienhäusern Terrassentüren, Fenster und Kellertüren die Hauptangriffspunkte.

Sicherheitscheck mit Experten vereinbaren

Es gibt keine Patentlösung wie man Türen und Fenster vor Einbrüchen schützt. Daher empfiehlt es sich, die Beamten der „Kriminalprävention“ bei der Auswahl der richtigen Sicherungsmaßname um Hilfe zu fragen.
Die kriminalpolizeiliche Beratung erfolgt objektiv (als staatliche Stelle ist sie dazu verpflichtet), was den Vorteil hat, dass die Berater kein Verkaufsinteresse haben und somit produktunabhängig informieren. Auf Wunsch kommen die Berater der Kriminalpolizei auch zu dir nach Hause, um die Gegebenheiten vor Ort besser beurteilen zu können.

Abgesehen von diversen Sicherheitseinrichtungen gibt es auch einfache und wirksame Methoden, Diebe abzuschrecken:

  • Vermeide Zeichen deiner Abwesenheit. Während deines Urlaubes sollte der Briefkasten geleert und Werbematerial beseitigt werden. Nachbarschaftshilfe ist hier besonders wichtig. In einer gesunden Nachbarschaft werden es die Täter auf jeden Fall schwerer haben.
  • TIPP von BONAfamilienmitglied Nicole Pichler: Gib niemals auf deinem Blog oder auf Facebook bekannt, dass du auf Urlaub fährst!
  • Heruntergelassene Rollläden oder ständig zugezogene Vorhängesignalisieren, dass niemand zu Hause ist.
  • Vergewissere dich beim Weggehen ob die Türe versperrt ist. Ziehe die Türe nicht nur ins Schloss, sondern schließe diese immer zweifach ab. Verschließe Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Lasse die Fenster nicht gekippt.
  • Lasse Beleuchtung und Radio mit Hilfe einer Zeitschaltuhr zu unterschiedlichen Zeiten an- und ausgehen.
  • Informiere deine Nachbarn über die Funktion einer vorhandenen Alarmanlage und auch darüber, dass du deine Beleuchtung, Radio oder ähnlich Einrichtungen über Zeitschaltuhren steuern. 
  • Vermeide Zeichen deiner Abwesenheit durch entsprechende Nachrichten auf dem Anrufbeantworter, sowie durch Eintragungen auf diversen Social Networks (Facebook, Twitter, etc.)

Weitere Tipps vor dem Urlaubsantritt

Informieren dich rechtzeitig über gesetzliche Vorschriften des betreffenden Reiselandes sowie über Notrufnummern und über die Adresse der nächsten österreichischen Vertretungsbehörde. (www.bmeia.gv.at)

  • Achte darauf, wie lange dein Reisepass noch gültig ist. In vielen außereuropäischen und einigen europäischen Staaten muss der Reisepass noch eine bestimmte Zeitspanne nach der Einreise gültig sein. Der nationale Führerscheinist zwar ein amtlicher Lichtbildausweis, er gilt auf Reisen aber nicht als Personaldokument. Achtung: Seit kurzem benötigen auch Kleinkinder einen eigenen Pass!
  • Lege Kopien von Dokumenten an oder notiere zumindest die Passnummer,die Ausstellungsbehörde und -datum sowie die Gültigkeit. Verwahre deine Aufzeichnungen getrennt von den Originalen.
  • Vermeide es nach Möglichkeit, wertvollen Schmuck mitzunehmen.

Für eine individuelle Beratung wende dich an dein Landeskriminalamt / Assistenzbereich Kriminalprävention. Die Spezialisten der Kriminalprävention stehen dir jederzeit mit unabhängiger und kompetenter Beratung zur Verfügung. Weitere Sicherheitstipps findest du auf www.bmi.gv.at