Volle Konzentration, bitte!

„Ob der Philipp heute still wohl bei Tische sitzen will?“ – Wir kennen alle die Geschichte aus dem Struwwelpeter und sehen selbst oft die Figur des Zappelphilipp in unseren Kindern zu Hause. Stillsitzen und sich auf eine Sache zu konzentrieren, wie es von Kindern vor allem in der Schule und beim Erledigen der Hausaufgaben verlangt wird, will auch erst einmal gelernt sein. Wir können dabei helfen, dass Kinder lernen, ihre Aufmerksamkeit nur einer Sache zu widmen.

 

Störende Umweltreize ausschalten

Visuelle Ablenkungen wie der Fernseher oder das Spielzeug auf dem Schreibtisch sind schnell weggeräumt. Auch akustische Ablenkungen wie der MP3-Player, das Handy, Lärm von der Straße oder im Haus lassen sich abstellen. Nicht zu vergessen auch die inneren Ablenkungen – ein hungriges Kind wird sich nicht auf die Hausaufgaben konzentrieren können. Oder es plagen unangenehme Gefühle, weil in der Schule vielleicht Ärger angesagt war. Ein kurzes Gespräch am Mittagstisch kann Anspannung oft schnell aus dem Weg räumen und das Kind kann sich dann auf etwas Neues konzentrieren.

 

Mit einfachen Übungen können Kinder spielerisch ihre Konzentration steigern:

Bewegung und viel trinken

Wenn dir mal wieder der Kopf raucht, ist Bewegung – gerade an der frischen Luft – am besten. Außerdem darfst du nicht vergessen, ausreichend zu trinken. Als Übung fördert Tanzen zur Lieblingsmusik, vielleicht sogar mit einer selbst ausgedachten Choreographie die Konzentration. Ein wenig Gesichtsgymnastik kann auch einen kurzen Konzentrationsschub verschaffen. Dazu schneidest du einfach ein paar Grimassen: Augenbrauchen hochziehen, die Augen und den Mund weit aufreißen, ein paar Sekunden halten und dann wieder lockern. Dir fallen sicher noch viele lustige Gesichtsverrenkungen ein!

Endlosgeschichte

Zu zweit oder in der größeren Gruppe lässt sich mit dieser Übung spielerisch eine lustige Geschichte bauen. Nach dem Spielprinzip von „Ich packe meinen Koffer,…“ wird ein Satz mit einem einfachen Wort begonnen, das der zweite Mitspieler wiederholt und ein neues Wort hinzufügt, das zum vorherigen passt und einen korrekten Satzbau ermöglicht. Zum Beispiel beginnt der Erste mit: „Am“. Der Zweite fügt hinzu: „Am Sonntag“ und der erste (oder der dritte) Mitspieler fährt fort mit: „Am Sonntag gingen“ - und so weiter, bis eine endlos lange Geschichte entsteht, die man gemeinsam durch hinzufügen einzelner Wörter gebaut hat.

Wer Zahlen lieber hat als Wörter, kann sich auch eine endlose Zahlenkette merken und versuchen, sich täglich zu steigern.

Fingerübung

Versuch mal deine Fingerspitzen nacheinander vom Zeigefinger bis zum kleinen Finger anzutippen und wieder zurück. Nicht schwer, oder? Dann versuche es auch mit der anderen Hand und schließlich mit beiden Händen gleichzeitig. Richtig anstrengen muss sich dein Gehirn, wenn du die Übung mit beiden Händen gleichzeitig, aber in verschiedenen Richtungen versuchst!

Alphabet aufsagen

Wer das Alphabet schon gut kann, versucht einfach mal beim Aufsagen jeden zweiten, dritten oder vierten Buchstaben auszulassen. Noch mehr konzentrieren musst du dich, wenn du das Ganze auch noch rückwärts versuchst!