Aus der Kräuterküche: Schnittlauch

Schnittlauch ist unverzichtbar in der Kräuterküche und wird zum Würzen und zur Dekoration von vielen verschiedenen Gerichten verwendet. Die feine lauchartige Schärfe passt zu Gemüse genauso wie zu Fisch und Fleisch und wird auch gerne in Salatmarinaden, Suppen und Aufstrichen verwendet. Was viele nicht wissen, auch die rosa Blüten des Schnittlauchs sind essbar und eignen sich gut zum Dekorieren von Speisen.

Feine Halme mit Geschmack

Der Schnittlauch wird durch die röhrenförmigen Blätter auch manchmal Binsenlauch oder Graslauch genannt. Das Kraut ist eine mehrjährige Pflanze und bildet unterirdisch kleine dünne Zwiebel. An einigen der bis zu 30 Zentimeter hohen Laubblättern blühen ab Mai kleine Doldenkugeln, die je nach Sorte unterschiedliche Farben zeigen von weiß über rosa bis blau-violett.

Der würzige Geschmack tritt beim Verreiben oder Zerschneiden der Schnittlauchhalme hervor, wenn die ätherischen Öle und flüchtigen Schwefelverbindungen austreten können. Tipp: Schnittlauch am besten immer frisch und rasch verarbeiten und zur Dekoration erst kurz vor dem Servieren über die Gerichte streuen.

Das Kraut zeichnet sich nicht nur durch seine vielseitige Verwendung in der Küche aus, sondern besitzt auch viele gute Inhaltsstoffe wie Vitamin C, B-Vitamine, Kalium, Kalzium und Magnesium. Die Naturheilkunde schwört auf die blutreinigende und blutdrucksenkende Wirkung, ebenso gilt Schnittlauch als appetitanregend und verdauungsfördernd.

Aus eigenem Anbau

Schnittlauch wird gerne im Topf auf der Fensterbank gezogen, um ihn in der Küche immer schnell und frisch zur Hand zu haben. Als Gartenkraut hilft er in der Nähe von Rosen oder Karotten auch, unliebsame Schädlinge zu vertreiben. Schon im April kann Schnittlauchsamen im Garten auf feuchtem, lockerem Boden ausgesät werden.

Ein sonniger oder halbschattiger Standort ist am besten geeignet. Schon bald kann man die ersten Schnittlauchhalme ernten. Um lange ein schönes Blätterwachstum zu erzielen, sollte man die Schnittlauchpflanze alle drei Jahre zerteilen, sonst wachsen die Halme mit der Zeit immer feiner und langsamer.

Bei der Ernte werden die Halme etwa zwei Zentimeter über dem Boden geschnitten. Anschließend nicht in Wasser aufbewahren, sondern möglichst rasch verwenden. Wenn der Schnittlauch doch gelagert werden soll, können die abgeschnittenen Halme in ein feuchtes Tuch geschlagen werden.

Wer besonders viel Schnittlauch angebaut hat, kann die geschnittenen Lauchröllchen auch gut einfrieren und später in der Küche verwenden. Besonders praktisch: Mit etwas Wasser oder als Kräuterbutter in Eiswürfelbehältern vorportionieren!

Gemüsestrudel mit Schnittlauchsauce

  • 1 Karotte
  • 250 g Karfiol
  • 250 g Brokkoli
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 100 g Schnittkäse
  • 250 ml Joghurt
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Strudelblätter
  • 1 Handvoll Schnittlauch
  • 1 Knoblauchzehe

Das Gemüse waschen, putzen und klein schneiden, bzw. in kleine Röschen zerteilen. Mit der Gemüsebrüche in einem Topf weich dünsten und abseihen. Den Käse reiben und mit 125 ml Joghurt unter das Gemüse mischen, mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Strudelblätter mit der Gemüsemasse belegen, einrollen und mit etwas Wasser angefeuchtet bei 180°C für 15-20 Minuten auf einem Blech in den Backofen schieben. Die Schnittlauchsauce aus 125 ml Joghurt mit klein gehacktem Schnittlauch und Knoblauch anrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.

Das Rezept stammt aus der AGES-Broschüre Gesund kochen - leicht gemacht.