Lieblingsgemüse der Woche: Melanzani

In Österreich ist die Eierfrucht unter dem Namen Melanzani bekannt. Meistens wird die dunkelviolette Beere allerdings Aubergine genannt. Sie gehört wie die Tomate und die Kartoffel zu den Nachtschattengewächsen. Den Namen Eierfrucht hat sie durch die kleinen eiförmigen Früchte, die besonders frühe Sorten der Melanzani auszeichneten. Im heimischen Anbau ist die Melanzani von Juli bis Oktober erhältlich.

Bunte Vielfalt

Obwohl die Melanzani bei uns meist nur als große dunkle gurkenförmige Frucht mit glatter Schale zu kaufen ist, kommen seltene Sorten in überaus großer Vielfalt vor. Von kleinen eiförmigen Früchten bis großen Gurkengewächsen können die verschiedenen Varianten der Aubergine wachsen. Auch das Farbspektrum der Schale reicht von hellem Weiß und Grün über Gelb und Rosa bis hin zu fast schwarzer Färbung. Auch zweifärbige und marmorierte Auberginen kommen vor.

Der Geschmack der Melanzani ist eher neutral und unauffällig. Raffiniert gewürzt und richtig zubereitet, kann das dezente Aroma aber gut zur Geltung gebracht werden. Auch die Sterneküche entdeckt immer mehr die Vorzüge des hellen Fruchtfleisches mit der cremig-schwammigen Konsistenz.

Melanzani in der Küche

Da auch die Schale mitgegessen wird, werden Melanzani vor der Zubereitung gründlich gewaschen. Damit sich das weiße Fruchtfleisch an der Luft nicht verfärbt, sollte die Melanzani erst kurz vor der Verarbeitung aufgeschnitten werden. Die Frucht kann gut gekocht, gedünstet, gebratet, gegrillt oder gebacken werden und schmeckt am besten als Grillgemüse, im Eintopf oder Aufläufen. Das Einsalzen vor dem Braten entzieht der Frucht Bitterstoffe und verhindert auch, dass die Scheiben zu viel Fett ansaugen. Durch den feinen und unauffälligen Eigengeschmack erlaubt die Melanzani kräftige Gewürze wie Knoblauch, Zwiebel, intensive Kräuter, Chili und Curry.

Gelagert wird die Melanzani am besten in der Gemüselade im Kühlschrank und ist dort bis zu zehn Tage haltbar. Weil sie noch nachreift, sollte sie nicht neben Äpfeln und Tomaten liegen, da diese Früchte das Reifungsgas Ethylen verbreiten.

Rezepte mit Melanzani: