Lieblingsgemüse der Woche: Rote Rüben

Die rote Rübe, oder rote Bete, wie sie in Deutschland genannt wird, fristete lange Zeit als Arme-Leute-Essen ein stiefmütterliches Dasein in der Küche. Zugegeben, das süßlich-erdige Aroma ist auch nicht jedermanns Geschmack. Allerdings lassen sich aus den braunroten Knollen äußerst schmackhafte Speisen zubereiten.

Roh, gekocht oder zum Färben

Verwandt mit Mangold und den Zucker- oder Futterrüben zählt die rote Rübe zu den Gänsefußgewächsen. Durch die Veredelung im 19. und 20. Jahrhundert erhielt die ursprüngliche Wildbete ihre gleichmäßige rote Farbe. Durch dieses Merkmal wurde die Rübe auch gerne als Färberpflanze eingesetzt. Ostereier lassen sich zum Beispiel im Sud der roten Rübe zartrosa färben.

Die Rauna oder Rohnen, wie sie in vielen Teilen Österreichs genannt werden, sind roh an gekühlten Lagerplätzen gut haltbar und das ganze Jahr über erhältlich. Gekocht sollten die Rüben rasch verzehrt werden. Grob gerieben und mit einer Marinade aus Essig, Salz, Kümmel und etwas geriebenem Kren in ein Glas gefüllt können sie jedoch wieder bis zu zwei Wochen im Kühlschrank gelagert werden.

Wer das eigenwillige Aroma von roten Rüben als Gemüsebeilage oder in der Suppe nicht mag, dem schmeckt die Rohne vielleicht als Saft:

Multivitaminsaft:

  • 3 Teile Äpfel
  • 2 Teile Karotten
  • 1 Teil rote Rüben

Zutaten entsaften und mit einem Schuss Rahm abschmecken

Als russisches Nationalgericht hat sich die rote Rübe im Borschtsch behauptet, einem Eintopf mit Weißkraut und Fleisch. Auch in Labskaus ist die rote Rübe eine unverzichtbare Zutat.

Zum Würzen eignen sich Kren, Ingwer, Kümmel und verschiedene Kräuter wie Koriander, Dille, Petersilie und Schnittlauch. Auch die Blattstiele der Rüben können gegessen werden. Sie werden einfach wie Spinat zubereitet.