Lieblingsgemüse der Woche: Schwarzwurzel

Lange Zeit als Arme-Leute-Essen abgetan, fristete die Schwarzwurzel ein eher stiefmütterliches Dasein auf dem Speiseplan. Dabei sorgt die Wurzel mit ihrem nussigen Aroma für eine schmackhafte Abwechslung in der Winterküche.

Winterspargel

Die schwarze Färbung bekommen die 30 bis 40 Zentimeter langen dünnen Wurzeln durch eine Korkauflage. Beim Schälen tritt ein milchiger Saft aus den Milchröhren im Inneren, der die Haut verfärben und verkleben kann. Damit die Hände sauber bleiben, am besten Handschuhe beim Verarbeiten von Schwarzwurzeln tragen.

Die geschälten Wurzeln erinnern ein bisschen an Spargel, weshalb das frostharte Gemüse auch gerne Winterspargel genannt wird. Botanisch erfüllt die Schwarzwurzel die Kriterien einer Pfahlwurzel, hat aber auch etwas von einer Rübe. Geerntet werden Schwarzwurzeln ab Oktober und halten sich in feuchtem Sand eingelagert bis März.

In der Küche

Der nussige Geschmack der Schwarzwurzel passt gut zu Karotte und Apfel. Gerne wird das Gemüse in Suppen, Eintöpfen oder Aufläufen verarbeitet. Nach dem Schälen werden Schwarzwurzeln schnell braun. Um das zu verhindert, legt man die Stangen einfach in saure Flüssigkeit wie Essigwasser oder etwas Zitronensaft.

Verwandt mit der Topinambur-Knolle kann Schwarzwurzel auch roh, zum Beispiel in einem Salat, gegessen werden. Wer Schwarzwurzel selbst im Garten anbaut, kann auch die Blattstiele, Blüten und Knospen der krautigen Pflanze in der Küche verwenden.

Rezepte mit Schwarzwurzel: