Lieblingsobst der Woche: Heidelbeeren

Mmmmmhh, Heidelbeeren - den tiefblauen Beeren mit dem unverwechselbaren Aroma kann so schnell keiner widerstehen, oder? Die Heidelbeersaison ist in vollem Gange (Juli bis September). Höchste Zeit also, sie zu unserem Lieblingsobst der Woche zu küren.

Draußt vom Walde kommt sie her

Heidelbeeren gehören der Familie der Heidekrautgewächse an und man unterscheidet die wild wachsende Waldheidelbeere oder Blaubeere von der Gartenheidelbeere oder Kulturheidelbeere, die speziell für den erwerbsmäßigen Anbau gezüchtet wurde. Heidelbeeren sind aromatisch bis leicht säuerlich im Geschmack und besitzen manchmal durch die enthaltenen Gerbstoffe eine zarte Bitternote. Die Waldheidelbeere schmeckt intensiver als ihre gezüchtete Verwandtschaft.

Wild oder kultiviert, das ist hier die Frage!

Wilde Heidelbeersträucher werden bis zu einem halben Meter hoch und bringen erbsengroße Früchte hervor - im Gegensatz zur kultivierten Variante, sie wird bis zu zwei Meter hoch, liefert deutlich mehr Ertrag und die Beeren werden mindestens doppelt so groß wie bei der wilden Verwandtschaft. Den typischen dunkelblauen Farbton erhält die Heidelbeerschale durch den Farbstoff Anthocyan. Kulturheidelbeeren haben eine etwas dickere Schale und ihr Fruchtfleisch ist farblos, das der Waldheidelbeere dunkel.

Vielseitig und klar im Vorteil

Größter Trumpf im Konkurrenzkampf mit Himbeere und Brombeere sind die sehr kleinen Kerne der Heidelbeere, die beim Essen so gut wie gar nicht stören. Die blauen Beeren eignen sich perfekt für Marmeladen, allerlei Nachspeisen oder Desserts sowie als Belag für Kuchen, Torten und Muffins. Auch in Kombination mit Milch, Joghurt, Topfen oder einfach roh lassen sie sich mit Freuden genießen.

Tipps & Tricks

  • Heidelbeeren lassen sich nur wenige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Kulturheidelbeeren halten durch die etwas dickere Schale etwas länger.
  • Beeren mit Druckstellen oder Schimmel schnell aussortieren, damit die anderen Früchte nicht ebenfalls verderben.
  • Heidelbeeren am besten erst kurz vor dem Verzehr waschen!
  • Auch auf dem Balkon oder Dachgarten können Heidelbeeren erfolgreich angepflanzt werden. Dazu die Pflanzscheibe am besten mit Torf, Sägemehl, Waldhumus oder Laub abdecken.
  • Schneiden kann man sich bei der Heidelbeere eigentlich sparen, wer unbedingt stutzen möchte, kann das nach Herzenslust tun - das Schneiden schadet der Pflanze nicht.

Das Beste kommt wie üblich zum Schluss: ein köstliches Rezept für Heidelbeerdatschi von BONAfamilie-Fan Anja Eder!