Lieblingsobst der Woche: Marille

Strahlend gelb, herrlich süß, einzigartig aromatisch - reife Marillen sind einfach unwiderstehlich. Jetzt ist es endlich wieder soweit, die Erntezeit für die beliebte Sommerfrucht ist angebrochen! Kein Wunder also, dass das köstliche Steinobst diese Woche auch bei uns einen Kern im Brett hat.

Gelbes Sommer-Highlight

Marillen sind unbestritten eines der absoluten Sommerfrucht-Highlights und wie geschaffen für allerlei Süßspeisen wie Marillenknödel, Blechkuchen, Palatschinken mit Marillenmarmelade und Kompotte. Beispielsweise als Chutney passen Marillen aber auch wunderbar zu pikanten Gerichten. Natürlich sind Marillen aber auch frisch ein wahrer Hochgenuss.

Schönheit von der Blüte bis zur Frucht

Die Marille zählt zu den Rosengewächsen und ist eng mit Pfirsich und Mandel verwandt. Und nicht nur die Früchte, sondern auch die weißen bis rosaroten Blüten des Marillenbaums sind eine Augenweide. Die Marillenblüte stellt aus diesem Grund einen bedeutenden Fixpunkt am touristischen Kalender dar. Ursprünglich kommt unser gelbes Lieblingsobst der Woche aus Asien, höchstwahrscheinlich aus Armenien - darum auch ihr lateinischer Name Prunus armeniaca. Schon Alexander der Große brachte Marillen von seinen Asienfeldzügen nach Europa mit.

Heimische Marillen aus der Wachau

Die Wachau in Niederösterreich ist das Marillen-Mekka Österreichs. Dort werden im Juli rund 85 Prozent der heimischen Marillen geerntet. Erhältlich ist das grandiose Steinobst aus österreichischem Anbau von Juli bis August. Seit 1995 ist die „Wachauer Marille“ eine international geschützte Ursprungsbezeichnung und die Früchte sind weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt und begehrt.

Sofort genießen oder einfrieren

Da heimische Marillen nur für kurze Zeit erhältlich sind, heißt es schnell zugreifen und genießen. Bei unter 10 Grad kühl gelagert, können Marillen mehrere Tage aufbewahrt werden. Die Früchte lassen sich aber auch sehr gut einfrieren und bereiten so viele Monate Freude. Man sollte allerdings vor dem Einfrieren die Kerne entfernen, da das Fruchtfleisch sonst nach dem Auftauen bitter schmecken kann.

Tipps für den Marillengenuss

  • Beim Kauf von Marillen darauf achten, dass sie wirklich reif sind, denn die köstlichen Früchte reifen nach der Ernte nicht nach.
  • Das Marillen-Fruchtfleisch ist sehr weich und druckempfindlich, darum beim Kauf die Früchte auf mögliche Druckstellen untersuchen.
  • Marillen erst unmittelbar vor dem Verzehr oder der Verarbeitung waschen 
  • Kühl gelagert, können Marillen ein paar Tage lang aufbewahrt werden.
  • Marillen sollten keinesfalls in Wasser gelegt bzw. eingewässert werden, denn dadurch gehen Geschmack und Inhaltsstoffe verloren.

Marzipan einmal anders

Neben dem klassischen Marzipan aus Mandeln, gibt es auch Persipan, welches aus Marillenkernen hergestellt wird. Die Blausäure, die in Marillenkernen enthalten ist, wird dafür selbstverständlich entfernt.

Als süßen Abschluss haben wir den Klassiker unter den Marillenrezepten in etwas abgewandelter Form vorbereitet: Topfen-Marillenknödel