Schwammerlsuchen leicht gemacht

Hier erfährst du allerhand Tipps und Wissenswertes für die erfolgreiche Schwammerljagd.

Vorsicht ist die Mutter der ...

Die goldene Regel beim Schwammerlsuchen: Man sollte nur Pilze pflücken, die man kennt. Kann man den Pilz nicht mit absoluter Gewissheit bestimmen, sollte man ihn auf jeden Fall stehen lassen oder von einem Pilzexperten in der Gemeinde überprüfen lassen. Denn viele schmackhafte Pilze haben giftige „Doppelgänger“, die ihnen zum Verwechseln ähnlich sehen.

Sammeln mit Bedacht

Generell dürfen pro Person zwei Kilo Pilze gesammelt werden. Wird diese Menge überschritten, winken saftige Strafen. Und man sollte im Wald nach Schildern Ausschau halten, die das Schwammerlsuchen verbieten - zum Beispiel in Naturschutzgebieten oder zur Brunftzeit.

Aufs Wetter kommt es an

Viel wichtiger als das Wetter am Tag der Schwammerlsuche sind die Witterungsbedingungen der Tage zuvor. War es über längere Zeit heiß und trocken oder hat es wie aus Kübeln geschüttet, dann stehen die Chancen für eine gute Schwammerlausbeute schlecht. Ideale Bedingungen für Pilze herrschen bei anhaltend schwülem Wetter mit einigen Regenschauern.

Die perfekten Begleiter für die Schwammerljagd

Ein geflochtener Korb gehört zur Grundausstattung für alle Schwammerlsucher, Stoffsackerl eignen sich nur bedingt zur Aufbewahrung der herrlichen Fundstücke, Sackerl aus Plastik gar nicht, weil Pilze darin schnell verderben. Ein Pilzmesser und ein Bestimmungsbuch sollten natürlich ebenfalls mit, genauso wie festes Schuhwerk und ein Regenschutz für alle Fälle. Und nicht vergessen: Nach jedem Abstecher in den Wald Kinder und sich selbst auf Zecken kontrollieren.

Tipps:

  • Sollen nur ganz bestimmte Sorten in den Schwammerlkorb, müssen Bäume, Böden und Lichtverhältnisse beachtet werden. Eierschwammerl findet man zum Beispiel am Häufigsten in der Nähe von Kiefer, Fichten und Eichen.
  • Pilze knapp über dem Waldboden mit einem scharfen Messer abschneiden und eventuell den Pilzstumpf wieder mit Erde zudecken, damit er nicht austrocknet.
  • Ausschließlich Pilze mitnehmen, die frisch aussehen; von schimmeligen, durchnässten oder alten Schwammerln lieber die Finger lassen!
  • Pilze nach der „Ernte“ so schnell wie möglich verarbeiten.

Nach erfolgreicher Schwammerljagd kannst du mit den herrlichen Waldschmankerln diese köstlichen Gerichte zaubern:

Schwammerlstrudel

Eierschwammerlgulasch

Pilzlasagne