Alleskönner Kürbis – rund und g`sund

Der Kürbis ist ein saisonales Gemüse. Es gibt ihn – wie es den Spargel nur im Frühling gibt – nur im Spätsommer bzw. Herbst. Deshalb freuen wir uns jedes Jahr auf die Kürbissaison, wenn uns die Kürbisse in bunten Farben entgegenleuchten. Zierkürbisse verschönern unsere Wohnung, Speisekürbisse erfreuen unseren Magen. Wir verraten dir Wissenswertes rund um Kürbissorten, Verwendung und Lagerung sowie einfache Kürbis Rezepte zum Nachkochen.

Der Kürbis – unendliche Sortenvielfalt

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Mit fünf kultivierten Arten und über 800 Sorten, gibt es wohl kaum eine Pflanze mit mehr Gesichtern wie die der Kürbisse. Selbst Fachleuten ist es unmöglich, die große Sortenvielfalt zu überblicken, zumal jedes Jahr unzählige neue Züchtungen hinzukommen. Grob werden Kürbisse in fünf kultivierte Arten unterteilt:

Deutsch Latein
Cushaw-Kürbis Cucurbita argyrosperma
Feigenblatt-Kürbis Cucurbita ficifolia
Riesen-Kürbis Cucurbita maxima
Moschus-Kürbis Cucurbita moschata
Garten-Kürbis Cucurbita pepo

Sommerkürbis vs. Winterkürbis

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Speisekürbisse werden in Sommer- und Winterkürbisse unterteilt. Sommerkürbisse sind bis auf die Zucchini bei uns kaum bekannt, obwohl einige interessante Sorten unter ihnen zu finden sind. Winterkürbisse weisen einen stärkeren Eigengeschmack auf als Sommerkürbisse.

Der Hauptunterschied liegt in der Ernte. Während man Winterkürbisse weitgehend ausreifen lässt und nur einmal erntet, beginnt man bei den Sommersorten bereits ab sechs Wochen nach der Aussaat mit der laufenden Ernte, die bis in den September dauert. Die nicht ausgereiften Früchte der Sommersorten sind äußerst schmackhaft und besitzen eine zarte Konsistenz. Das macht sie zu einem hervorragenden Gartengemüse, zumal sie im Vergleich zu den Wintersorten sehr wenig ranken.

Wichtige Sorten sind die verschiedenen Patissons (auch Melonenkürbis, Kaisermütze, Melonensquash oder Courge genannt), z.B. die Sorte "Weißer Ufo" oder der Nizzakürbis (Tondo Chiaro di Nizza), der aussieht, wie eine runde Zucchini. Eine besonders interessante Kürbissorte ist der Spaghetti-Kürbis. Steckt man den etwa 20 Zentimeter großen, ovalen Kürbis als Ganzes in den Kochtopf (Schale mehrmals einstechen), wird das Fruchtfleisch nach 30 bis 40 Minuten zu spaghettiartigen Fäden. Nach dem Garen muss der Kürbis nur noch aufgeschnitten, die Kerne entfernt, die "Spaghetti" herausgelöst und mit einer leckeren Sauce serviert werden. Die Fäden können natürlich auch direkt aus der Schale verzehrt werden.

Wann hat der Kürbis Saison?

JunJulAugSeptOktNovDezJänFebMärAprMai
Sommerkürbis
Winterkürbis*
* Kürbiszeit endet mit Frost

Kürbis – der Hit für Familiengerichte

Sein voller, süßlicher Geschmack macht den Kürbis zu einem der beliebtesten Gemüsesorten bei Kindern. Schon im Beikostalter ist pürierter Kürbis meistens der Favorit am Speiseplan. Die vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten machen den Kürbis zur idealen Zutat in der gesunden Familienküche: Ob als Kürbissuppe, Kürbisrisotto, Kürbispüree, Kürbnischutney, Kürbiskuchen oder Kürbismuffins – der runde Gartengigant lässt sich zu vielen köstlichen Gerichten verarbeiten!

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Einkaufstipps für Kürbisse: Klopftest

Wer keinen eigenen Garten hat, kauft den Kürbis am besten am Wochenmarkt. Dort ist auch meist die Vielfalt groß und die Verkäufer stehen für Fragen zu den einzelnen Sorten zur Verfügung. Beim Einkaufen empfiehlt sich der Klopftest: Wenn dein Kürbis beim Anklopfen mit dem Finger hohl klingt und auf Druck ein wenig nachgibt, sollte er perfekt reif sein. Eine harte Schale spricht ebenfalls dafür, dass der Kürbis die richtige Reife aufweist.

Kürbis-Rezepte

Verarbeitungstipps

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Für die Verarbeitung der Kürbisse müssen die Kerne entfernt und das Fruchtfleisch ausgelöst werden. Du musst die Kürbiskerne jedoch nicht wegschmeißen, im Gegenteil: Geröstet schmecken sie lecker und können dein Gericht noch zusätzlich verfeinern. Je nach Kürbis-Sorte kann man die Kürbisse unterschiedlich verarbeiten. Bei manchen Kürbissorten, z.B. dem roten Hokkaido, ist sogar die Schale essbar (Achtung: Sie wird aber erst beim Garen weich).

Tipp: Kürbis einfrieren

Kürbis lässt sich auch hervorragend einfrieren. Dazu den Kürbis am besten in einzelne Stücke schneiden. Anschließend 1-2 Minuten in heißem Wasser blanchieren. Danach portionieren und einfrieren. So bleibt das Gemüse in der Tiefkühltruhe für etwa vier Monate lang haltbar.

Warum kann man Zierkürbnisse nicht essen?

Zierkürbnisse sehen war wunderbar aus, sind jedoch nicht zum Verzehr geeignet. Sie enthalten nämlich den Bitterstoff Cucurbitacin, der Übelkeit und Bauchschmerzen auslösen kann.

Winterkürbisse weit verbreitet

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Wesentlich verbreiteter als die Sommerkürbisse sind die Winterkürbisse, allen voran der Riesenkürbis. Der orangefarbene Kürbis mit einem Durchmesser von in der Regel 30 bis 50 Zentimeter ist ideal zum Schnitzen der Halloween-Masken, weshalb er im Handel auch als "Halloween-Kürbis" angeboten wird. Das ausgehöhlte Fruchtfleisch eignet sich übrigens hervorragend für Suppen und andere Speisen.

Mit zu den beliebtesten Speiskürbissen zählt der "Uchiki Kuri", eine relativ neue japanische Züchtung, die im Handel meist unter ihrem Überbegriff "Hokkaido" verkauft wird. Der tief orangenfarbene Kürbis hat eine rundlich-zwiebelartige Form und wiegt zwischen 1 und 2,5 Kilo. In der Küche ist der Hokkaido-Kürbis extrem vielseitig. Das feste Fruchtfleisch mit seinem nussig-kastanienartigen Geschmack eignet sich zum Füllen, zum Braten, zum Überbacken, in Würfel geschnitten zum Backen im Ofen oder auch zum Frittieren, ebenso für Pies, Suppen, Pürees, Süßspeisen oder auch als Rohkost. Er zählt zu den besonders karotinhaltigen Sorten.

Auch die birnenförmigen, meist beigefarbenen Butternuts (Butternüsse) gelten als erstklassige Speisekürbisse. Sie haben mit über 90 Prozent einen enorm hohen Fruchtfleischanteil, wenig Kerne und ein sehr cremiges Fruchtfleisch ähnlich einer Avocado. Ihr Gewicht liegt zwischen 1 und 3 Kilo. In der Küche sind sie, wie auch der Hokkaido, universell einsetzbar. Butternuss-Kürbisse zählen zur Gruppe der sogenannten Moschuskürbisse. Ihren Namen hat diese Gruppe ihrem feinen, moschusartigen Duft zu verdanken.

Zu den Moschuskürbissen gehört auch der Muskatkürbis, der wegen seines zarten Fleisches und seines ausgezeichneten Aromas in Europa sehr beliebt ist. Auch hier sind der Zubereitung kaum Grenzen gesetzt.