Der Spargel ist da!

Wann ist Spargelsaison? Das fragt man sich nicht nur heutzutage, sondern bereits seit mehreren Tausend Jahren. Spargel hat in Österreich von Ende April bis zum Johannistag am 24. Juni Saison und gilt (im Gegensatz zu ihrem ursprünglichen Verwendungszweck) schon längst nicht mehr nur als Arzneimittel. Vielmehr sorgt Spargel in Weiß oder Grün unter Feinschmeckern für höchste Gaumenfreuden und wird nicht umsonst als „König aller Gemüsesorten“ tituliert.

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Die große Bedeutung und Beliebtheit des Spargels unterstreichen nicht nur eigene Museen, die dem Gemüse gewidmet sind, sondern auch seine langjährige Geschichte. Denn der Asparagus, wie der wissenschaftliche Name des Spargels lautet, blickt auf ein mehrere Tausend Jahre altes Bestehen zurück.

Wo kommt der Spargel ursprünglich her?

Die Anfänge des Gemüses gehen auf Vorderasien zurück, von wo aus es sich immer weiter gen West- und Mitteleuropa sowie Nordafrika verbreitete. Während der Spargel in China und Griechenland die Funktion eines Heilmittels übernahm, fand er bei den alten Römern erstmals Einzug in die Küche. Allerdings war Spargel damals noch nicht jedem zugänglich.

Es handelte sich um eine feine Spezialität, die vornehmlich bei Festmählern wohlhabender Familien auf den Teller kam. Kaiser Augustus beispielsweise soll ein großer Liebhaber des Gemüses gewesen sein. Europäische Fürstenhäuser kamen im 17. Jahrhundert in den Genuss von Spargel, Mitte des 18. Jahrhunderts wurde er auch abseits von Klöstern und Schlössern angebaut. 

Zahlen und Fakten über Spargel
0,8 Kilo Spargel essen Österreicher im Druchschnit pro Jahr
3000 Tonnen Spargel wurden 2018 in Österreich produziert
6000 Tonnen Spargel werden jährlich in Österreich verzehrt
Platz 1 der österreichischen Spargelproduzenten belegt Niederösterreich

Welcher Spargel darf’s sein?

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Was ist der Unterschied zwischen weißem und grünem Spargel?

Weißer Spargel

In erster Linie variieren die beiden Spargelsorten in der Art ihres Anbaus. Denn weißer Spargel wächst in Dämmen unterhalb der Erde, wodurch ihn keine Sonneneinstrahlung trifft. Aus diesem Grund bleibt das Gemüse weiß und wird nicht selten als Bleichspargel bezeichnet. Erst wenn der Kopf des Spargels sprichwörtlich das Licht der Welt erblickt, geht die Ernte vonstatten.

Grüner Spargel

Grüner Spargel wiederum gedeiht über dem Erdboden und kommt mit dem Sonnenlicht in Berührung. Das im Zuge der Photosynthese gebildete Chlorophyll verleiht ihm sein sattes Grün. Neben der Farbe weisen beide Sorten auch Unterschiede auf, was den Geschmack angeht: Weißer Spargel schmeckt nicht so würzig wie grüner Spargel und eignet sich daher hervorragend für Spargelsalat und legere Gerichte. Der geschmackskräftige Grünspargel hingegen verfeinert beispielsweise Pasta und Aufläufe.

Spargel in vielen Variationen

Sobald die Spargelsaison Ende April beginnt, gibt es in den Küchen kein Halten mehr: Spargelcremesuppe, Spargel-Quiche, Spargelsalat – Spargel Rezepte gibt es zu Genüge! Mit köstlichem BONA Öl verfeinert, steht dem Genuss von ausgezeichnetem heimischen Spargel in all seiner Vielfalt nichts mehr im Wege!

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Spargel ideal konservieren

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Wer sich Spargel nicht sofort schmecken lassen möchte, hat die Möglichkeit, ihn aufzubewahren und zu einem späteren Zeitpunkt zu verspeisen.

Wie kann man Spargel richtig lagern?

Die Spargel Lagerung gestaltet sich unterschiedlich: Weißen Spargel sollte man in ein benetztes Küchentuch wickeln und im Kühlschrank getrennt von anderen Lebensmitteln aufbewahren. Dadurch behält das Gemüse sein Aroma und kann noch drei Tage später genossen werden.

Grünen Spargel stellt man am besten mit den Spitzen nach oben aufrecht in ein Gefäß, das am Boden mit kaltem Wasser gefüllt und von der Sonne geschützt ist. So kann man sich drei bis vier Tage später ans Spargel kochen machen.

Spargel-Rezepte

Warum ist Spargel so gesund?

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Wenn man nicht an einer eingeschränkten Nierenfunktion leidet und einen permanent erhöhten Harnspiegel im Blut hat, tut man beim Konsum von Spargel sowohl den Geschmacksknospen als auch der Gesundheit etwas Gutes – und das obwohl der Spargel im Grunde genommen als Giftpflanze kategorisiert wird.

Köstlich und gesundheitsfördernd

Es darf sich also die berechtigte Frage stellen: Warum ist Spargel so gesund? Die Antwort verrät ein Blick auf die Inhaltsstoffe des Gemüses: Zusätzlich zu den essentiellen Vitaminen A, B, C, E und K ist der Asparagus nämlich reich an Mineralstoffen wie zum Beispiel Kalzium, das Zähne und Knochen stärkt, Kalium, das das Herz-Kreislaufsystem intakt hält, Phosphor und Stickstoff, die die Nierentätigkeit vorantreiben, Ballaststoffe, die die Verdauung anregen und Folsäure, die bei Stoffwechselvorgängen eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Gerade schwangeren Frauen sei es empfohlen, Spargel aufgrund des Folsäuregehalts zu sich zu nehmen.

Wer Spargel genießt, muss sich also von keinem schlechten Gewissen plagen lassen. Das liegt aber nicht nur an den vielen wertvollen Inhaltsstoffen. Das Gemüse zeichnet sich außerdem durch besondere Kalorienarmut aus: Grüner und weißer Spargel bestehen beinahe zur Gänze aus Wasser. Warum sich Spargel hervorragend für Diäten eignet, liegt neben der geringen Anzahl an Kalorien ebenso am Inhaltsstoff Asparagin. Dieser reinigt das Blut und unterstützt den Körper dabei, Schadstoffe aus dem Körper zu spülen.